Der Lehrgang fand an der Surfstation Tornadosurf statt, welche von den Schweizern Sabine und Felix geführt wird.
Allgemein war der Lehrgang recht arbeitsintensiv, doch die Crew von IKO und Turnadosurf hat die Zeit dort so angenehm wie möglich gestaltet und es es blieb doch noch etwas Zeit zum freien surfen oder Tauchen. (Hin und wieder auch Party zu machen).
Hier ein paar erste Eindrücke: (weitere Fotos im Onlinealbum)
Wieder im Büro und wieder Zugriff zum Rechner, gibt mir die Möglichkeit noch nicht veröffentlichtes Material hochzuladen.
In Jericoacoara bei ClubVentos, wird Wassersport sehr vielseitig angeboten, unter anderem auch Standup Paddel surfen (SUP) in den Mangroven. Dazu hatte ich auch ein kleinen Beitrag geschnitten:
Ich verlasse Rio zusammen mit Alex, einen Jungen von Bermuda. Auf dem Weg nach Sao Paolo wollen wir ein paar sehenswerte Orte an der Costa Verde besuchen. Der südliche Küstenstreifen Brasiliens ist bekannt für den noch intakten Regenwald (Mata Atlantica) und den traumhaften Stränden. Unser erstes Ziel ist Ilha Grande, eine recht unberührte Insel.
Zu unserem Leid müssen wir jedoch feststellen, dass viele viele Traveler die selbe Idee haben und Einheimische nach dem Karneval hier Erholung suchen. So ist der Ort recht gefüllt und eine Unterkunft schwer zu finden und teuer.
Nach etwas suchen und ein wenig Glück, können wir aber eine bescheidene Behausung mit schönem Ausblick mitten im Jungel finden. Die Insel ist gesegnet mit unzähligen abendteuerlichen Wanderwegen zu Wasserfällen, natürlichen Schwimmbecken und Stränden.
Wir bleiben 2 Nächte, entscheiden uns jedoch bald weiter zu ziehen mit der Hoffnung auf günstigere ruhigere Orte.
Die nächste Station ist Paraty, eine historische Hafenstadt umgeben von den schönsten Stränden Brasiliens, so die Reisebibel Lonley Planet.
Leider sind auch hier die Hostels voll mit Backpackern und wir müssen lange nach einer erschwinglichen Unterkunft suchen, werden aber fündig. Zum Glück jedoch sind die meisten Leute faul und mehr auf der Suche nach Party, Chillout und Shopping und nur die interessiertesten ziehen wirklich los die Umgebung zu erkunden.
Früh (naja für einen Party verseuchten Bermudianer) machen wir uns auf in den umliegenden Urwald. Wir nehmen den Linienbus nach Penha, zu atemberaubenden Kaskaden mit einer natürlichen Wasserrutsche.
Wir wandern etwas herum. Geführt von einer hübschen Italienerin und einem Einheimischen, klettern wir über Hängebrücken und Wasserfälle und erreichen entlegene Inseln der Idylle, wo Gurus meditieren und naturverbundene Väter ihren Söhnen leuchtende Frösche zeigen.
Doch wir wollen den Tag nutzen und fahren bald wieder zurück, wechseln den Bus und düsen in den Hippy Ort Trinidade. Es ist später Nachmittag, wir orientieren uns kurz und wandern die Buchten entlang. Vorbei an Strandhütten und Hideaways wie im Bilderbuch. Riesige Urwaldbäume, über dessen Wurzeln wir klettern und Lianen die von den Moos behangenen Ästen baumeln, beschreiben den Weg zu einem natürlichen Schwimmbecken in dem es vor bunten Fischen und Korallen wimmelt. Auch hier hat das Wasser eine Temperatur von 30 Grad.
Zurück zum Ort werden wir von einem Argentinier und seinem Freund im Alu-Boot mitgenommenen. Er berichtet uns von einem Wasserfall gleich in der Nähe.
Entlang eines schmalen Fades treffen wir auf riesige Blumen und großen Landkrabben, die gemeine Stolperfallen in den Boden buddeln.
Bald entdecken wir einen Rasta der es sich auf einem großen Baumstamm, welcher quer über den Fluß gefallen ist, gemütlich gemacht hat. Ich kletter zu ihm rauf mit der Absicht ihn nach dem Wasserfall zu fragen, er spricht aber nur wenig englisch, läd uns jedoch direkt ein mit ihm zusammen einen Splif zu rauchen.
Er sei Mitglied einer Reggae Band und sei schon viel herum getourt. Der Wasserfall ist übrigens 30 Gehminuten entfernt, erfahren wir und beschließen so kurz vor der Dämmerung lieber nicht weiter zu gehen.
Im Rausch der Sinne und dem Rauschen unter uns genießen wir den Moment als ein riesiger gelb-blauer Schmetterling an uns vorbei flattert.
Leider vergisst man oft in solchen Momenten, daß man eine Kamera dabei hat…
Autor Rick | Kategorie Allgemein | geschrieben am 27-02-2012
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nach einer nacht voller musik und tanz, lag ich noch etwas benommen im hochbett des hostels, als jemand reinkam und rief: “hat jemand die Favela Tour gebucht?” Noch halb im Niemalsland schüttelte ich verneinend den kopf, schon den nächsten Traumtrip fixierend.
Als Bilder von “City of God”, “Sim Nombre” & “Black Hawk down” sich vor mir abspielten, sagte eine Stimme zu mir “Worauf wartest du?”
Ich sprang auf ohne darüber nachzudenken und fragte an der Rezeption ob noch ein Platz frei wäre.
So stieg ich mit verschwitztem Partyshirt, Kater und leerer Kamera (zuviel Bilder auf der Party gemacht) ins Auto auf dem Weg in den Slum.
Am Rande des Gettos stieg jeder auf ein Motorradtaxi und wurde genau ins Zentrum des Hexenkessels gebracht.
Man zeigte uns die Wohnungen, wir stiegen auf Dächer, probierten lokale Gerichte, sahen ein Müllkonzert und besuchten Graffiti Künstler.
Eigentlich sind die Favelas wie eigene kleine Stadte mit gewaltiger Wirtschaftskraft. Nur eins fehlt: Die Regierung, es gibt kein Ordnungsamt, keine Müllabfuhr oder sonstige Einrichtungen die die Infrastruktur regeln. Alles wird von den Einwohnern selbst übernommen. (macht sich besonders an dem Spinnennetz ähnlichem Kabelwirrwarr bemerkbar) Somit gibt es auch keine Steuereintreiber.
Die Situation in den Brasilianischen Slums hat sich in den letzten Jahren geändert. Es gibt weniger Waffen, Drogen und Bandenkriege, aber die Gesamtsituation ist nicht unbedingt besser geworden:
Ehemalige Spezialeinheiten aus Militär und Polizei haben mit der Unterstützung (und dem Geld) der Regierung eine Spezialpolizei gegründet, den BOPE, deren Ziel es ist die Slums zu “säubern”. Ohne irgendwelche Vorschriften drängen sie in die Bezirke und machen kurzen Prozess. Waffenhändler und Drogenbarone werden auswendig gemacht, durch Erpressung und Folter und einfach umgenietet. Ok mögen die auch verdient haben, könnte man rechtfertigen, aber darunter sind oft auch Unschuldige oder Kinder.
Ich hab mich mit einer einheimischen Jurastudentin unterhalten und erfahren, dass jeder bescheid weiß, aber die Regierung lieber die reichen Steuerzahler schützt als ungebildete Drogenabhängige. Man spricht den BOPE sogar bürokratische Freiheiten zu. Die Opfer müssen nicht groß dokumentiert werden, die Bäute wird zum großen Teil behalten (vermutlich auch unter korrupten Politikern aufgeteilt) und Durchsuchungserlaubnisse… ich glaube dieses Wort existiert dort garnicht.
Das Schlimmste wurde aber noch garnicht erwähnt. Die Juristin erzählte mir, daß die BOPE nun die Rolle der Regierung weiter übernimmt und die Kosten die durch diese Kriege entstehen sowie Strom und Wasserkosten von den Einwohnern der Slums eintreibt.
Waren die Ärmsten der Armen vorher schon arm dran, sind sie jetzt wohl richtig im Arsch.
Eine schlimme Situation von der berichtet wird. Die ich gern noch von offiziellen Quellen erfahren möchte, denn eins passt nicht so recht ins Bild: die Flachbildschirme in vielen Wohnungen und iPhones in den Händen der dreckigen Kinder. Hier ein Artickel darüber.
Meinen ersten Tag in Rio hatte ich ehrlich gesagt etwas anders vorgestellt, obwohl ich zugeben muss daß ich null geplant hab.
Für die Zeit in Rio zum Karneval hab ich mich entschieden im Hostel zu übernachten, was den 10 fachen Preis bedeutet aber auch schnellen Anschluss zu weiteren Travelern. 200 Reais die Nacht ist wenn ich darüber nachdenke trotzdem viel zu viel (üblich sind 20). Daher wollte ich auch jeden Service nutzen der angeboten wird, wie vom Flughafen abgeholt zu werden. Trotz mehrerer Bestätigungsmails kam jedoch keiner. So wurde ich gezwungen doch Geld für den Bus auszugeben. (Als Ersatz bot man mir aber einen Wegbring-Service an, blöd nur dass der Busbahnhof für die Weiterfahrt direkt um die Ecke liegt)
Naja um dann die Stadt zu erkunden, entschloß ich mich zu fuß über das bergige Viertel Santa Teresa zu wandern, um einen ersten Überblick über die Stadt zu bekommen. Für den Sonnenuntergang schwebte mir ein Ausflug auf den Zuckerhut vor.
Also machte ich mich auf. Durch den heißen Trubel der weitläufigen Stadt. Vom Arcos da Lapa aus, der Aquaduckt ähnlichen Brücke der berühmten uralten Straßenbahn immer den Schienen folgend hoch zu den Bergen über der Stadt. Diese Kopfsteinpflasterstrassen sind 200 Jahre alt und winden sich durch das historische Virtel Santa Teresa welches berühmt ist für seine grünen Gärten und traumhaften Ausblicke. (Ich kannte diese Attraktion aus dem Film RIO von Pixar).
Zwischen alten Schlössern und Villen, sah ich Kaputziner Äffchen in den blühenden Bäumen herum hüpfen. Konnte immer wieder Ausblicke auf die glänzende Stadt im Süden und den braunen Favelas im Norden der Stadt erhaschen.
Als ich schon fast oben war entdeckte ich eine kleine Kneipe mit dem Namen “Mike’s Haus”. Bei genauerem Hinsehen sah ich daß Wahrsteiner und Weißbier angeboten wurde und nach einem weiteren Blick wurde ersichtlich, daß es eine deutsche Bar war. Da ich schon lange kein gutes Bier mehr getrunken hatte (das brasilianische Bier schmeckt sehr dünn und fahl) und ich es passend fand so den tollen Aufstieg zu krönen, entschied ich mich ein teures importiertes Bier vom Fass zu schlürfen. Die Kneipe schien schon etwas in die Jahre gekommen, wieß aber Liebe fürs Detail auf.
Ein Mann sprang telefonierend in der Bar herum als ich mein Bier genoß. Ich konnte hören, daß er in deutsch sprach und über einen Besuch nach Deutschland redete. Er wahr offensichtlich der Besitzer. (und vermutlich hieß er Mike…) Als ich bezahlen wollte, fragte ich ihn beiläufig ob er sich auf die kalte Heimat freue. “Nee, aber auf die Braut die dort auf mich wartet.” antwortete er.
Erfreut einen Landsmann zu bedienen, lud er mich direkt auf ein weiteres Bier ein. “Komm trinken wir ein Bier zusammen, hab jetzt eh nix zu tun” raunte er.
So saß en wir im “Biergarten” an der schmalen Straße und unterhielten uns bei einem gepflegten Bierchen.
Seit 18 Jahren lebt er schon in Rio. Früher mal erfolgreicher Geschäftsmann, wanderte er dann aus weil ihm die Sehnsucht plagte. (ich sollte später herausfinden, daß dies nicht der einzige Grund war.) Wir sprachen über Lebenseinstellungen, den Unterschieden der Länder, Schwierigkeiten mit den Behörden, den Bullen, den Gangs in den Favelas, Frauen und Mafia. Es formte sich das Bild eines zwielichtigen Gesellen. Aber seine witzige offene Art gab mir Sympathie und Vertrauen.
Bis ich mich entschied zu bezahlen und weiter zu ziehen (ich wollte ja noch auf den Zuckerhut), verging eine gute Zeit und ein paar Bierchen. Doch dann fing es an zu regnen und ich blieb noch auf ein weiteres Bier unterm Vordach sitzen. Sein Kollege Ralf gesellte sich zu uns und tischte mit weiteren Abendteuern auf. Beim nächsten Versuch aufzubrechen regnete es wieder, noch heftiger als vorher. So saßen wir und vergaßen schnell die Zeit. “Der olle Hügel rennt schon nicht weg” dachte ich mir und entschloß die gesellige Runde als Attraktion des Tages zu sehen. Die beiden gaben mir gute Tips für Ausflüge und Events. Sicherheitswarnungen über Cocacabana und Strassenparties.
Als es dunkel war stand Mike auf und wies mich an mit ihm zu kommen. Wir gingen ein paar Meter die Straße hinauf und hinter einem 3 Stöckigem Haus bot sich ein Ausblick über die hell beleuchtete Stadt. Ich hatte schon fast vergessen, daß ich ja eigentlich wegen dem Ausblick hier hoch kam. Direckt am Fuß des Berges lag das Sambadrom, wo in ein paar Tagen die größte Party Brasiliens stattfinden würde. Von hier könnte man mit einem Feldstecher das Specktakel bestens beobachten.
Irgendwann registrierte ich, dass ich schon geschlagene 5 Stunden bei Mike und Ralf saß und beschloß nun doch wieder den Arsch in Bewegung zu setzten und mich nach Essen und dem Heimweg umzusehen. Nach einem erstaunlich herzlichen Abschied versprach ich noch wieder zu kommen und taumelte, gut einen im Kahn, den Berg wieder runter.
06. Februar, wir haben Jeri verlassen und machen uns auf den Weg gen Norden.
Endlich Brasilien etwas mehr erkunden als die Caipi-Strände von Jeri.
Früh um 7 checken wir aus und steigen in einen Pickup randvoll mit Leuten, vorwiegend Einheimische sowie 3 Franzosen. Bis Camocin geht es immer am Strand entlang. Dort steigen wir in einen Minibus der dermaßen mit Passagiere vollgestopft wird, dass KEINER angenehm Platz hatte. Der Fahrer musste zwischen die Beine einer jungen Frau greifen um zu schalten. Leider konnte ich nicht ausmachen ob er auch mal daneben griff.
In Panaiba angekommen fanden wir zwar easy eine passable Unterkunft, konnten aber keine nützlichen Informationen über Touren ins Urwald Delta bekommen. Irgendwie waren wir aber auch verwirrt da wir die falschen Orte aus dem Lonely Planet aufgriffen.
Als wir uns am nächsten Morgen zu einem neuen Versuch aufmachten, trafen wir die 3 Franzosen wieder die gerade auf dem Weg auf solch ein Trip waren. Sie boten an uns anzuschließen, sicherlich auch weil es dann günstiger für sie wurde. Und so brachen wir zu einer abendteuerlichen Tour in die Sümpfe auf. Leguane, Affen, kleine Dörfer auf einsamen Inseln mit dem besten, authentischen PF (gemischter Teller) den wir je gegessen hatten, sowie abwechslungsreiche Fahrten auf einem Hausboot und einem Kanu machten es zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Abends wurde uns geraten die lokalen Krabbengerichte zu probieren. Mit Hämmern zerklopften wir krustige Sumpf-Krabben und bekamen ein riesiges Krabbenomlett serviert. So groß, dass wir nur noch frohlich zurück ins Bett rollen konnten.
Die Tage mit Pierre und Ben waren alle besonders und abendteuerlich und meist feucht fröhlich.
Den letzten Abend in Fortaleza sind wir sogar noch in den Pre-Karneval gelaufen – zufällig.
Leider sind jetzt wieder beide im kalt feuchten Deutschland und ich muss jetzt ohne Laptop mit meinem Telefon den Blog schreiben. (ignoriert deshalb mal für eine Weile die Fehler die mit T9 entstehen).
Bevor ich mit dem nächsten Post über Rio aufschlage, muss ich noch kundgeben, dass das letzte Video über die Buggytour wieder funktioniert. Denn Videos wird es vermutlich erstmal nicht geben.
Aber keine Sorge, die Kamera hab ich mit und vor Karneval und Bekini-Girls zu filmen.
Nach Rio gehts für mich dann weiter nach Süden bis Sao Paulo um von dort wieder nach Berlin zu düsen.
Aber bis dahin ist der endlose Sommer noch lang und heiß.
Bevor ich Jeri verlasse besuchen mich mein Bruder Ben und Pierre. Natürlich hab ich meine Arbeit derzeit abgeschlossen und einige Aktivitäten geplant. Neben Klippenwandern, Buggytrips und Sonnenuntergängen vor allem Parties!
So machen wir drei Gringos alemaes die Gegend unsicher und uns einen bleibenden Namen. So haben wir den ersten Caipirinha-Marathon in Jeri durchgezogen. Kurze Erklärung: Am Strand stehen all Abendlich kleine Coctailstände die verschiedenste Drinks mixen, vor allem aber Caipirinhas. Die Idee war an jedem Stand einen Caipi zu trinken. Normaler Weise stehen ca 15 Stände aber wir haben uns den Freitag ausgesucht und sahen uns dann mit 22 Ständen konfrontiert. Im Endeffekt haben wir 12 Stände gestanden.
Um den letzten Neumoond herum, bin ich mit ein paar freunden per Downwinder nach Guriu gesurft. Für den Rücktransfer haben wir vorher einen Buggy gebucht. Jedoch sind die Fluten schneller gekommen (und vor allem höher) als gedacht.
Einmal im Monat zu Neumond steigt die Flut in Jeri so hoch an, dass sich hinter der Düne eine kleine Lagune bildet. Perfekt um neue Tricks aus zu probieren. Ich hab meine Kamera mal dem Joris gegeben und endlich mal auch etwas Videomaterial von mir selbst erhalten.